fotos: Ingrun Aran
text quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Okapi
Das Okapi (Okapia johnstoni) ist ein Paarhufer aus der Familie der Giraffenartigen. Näher mit der Giraffe (Giraffa cameleopardalis) als mit anderen Paarhufern verwandt, ähnelt es in seinen Körperproportionen eher typischen Huftieren als der Giraffe. Gekennzeichnet ist es durch seine kontrastreiche Färbung aus rotbraun, schwarz und weiß sowie den vergleichsweise langen Hals. Das Okapi bewohnt den Regenwald in Zentralafrika, und wird von der IUCN auf der Vorwarnliste für gefährdete Arten (near threatened) geführt.
Als sehr scheuer Bewohner des Regendwalds ist das Okapi nur unzureichend erforscht.
Das Okapi ist vorrangig tagaktiv, gelegentlich wird es auch in der Nacht beobachtet. Okapis sind Einzelgänger, und wurden nur selten als Paare oder in kleinen Gruppen beobachtet. Männchen bewegen sich in einem Aktionsraum von etwa 10,5 km² und legen täglich etwa 4 km zurück; Weibchen und jüngere Tiere sind weniger aktiv und besetzen nur kleinere Aktionsräume. Die Männchen markieren ihre Aktionsräume offenbar mit Urin, genauere Erkenntnisse zum Sozialverhalten liegen jedoch nicht vor.
Okapis erreichen im Schnitt eine Länge von 2,5 m, eine Schulterhöhe von 1,5 m und ein Gewicht von 250 kg. Weibchen sind geringfügig größer als Männchen. Die Männchen besitzen auf der Stirn zwei bis zu 15 cm lange, behaarte und stumpfe Hörner. Den Weibchen fehlen diese Hörner, oder sie sind nur rudimentär ausgebildet. Anatomisch ähneln Okapis dem primitiven Grundbauplan der Giraffidae, sie teilen also zum Beispiel den vergleichsweise langen Hals und die lange Zunge mit der Giraffe.
Die äußere Erscheinung des Okapis ist unverwechselbar. Die Grundfarbe ist rötlich-braun bis fast schwarz. Im Kontrast dazu stehen weiße Wangen, eine weiße Kehle, die weißen unteren Teile der Beine sowie die weiß-schwarz gestreiften oberen Hälften der Beine. Die dunkle (blaue), bis zu 25 cm austreckbare Zunge kann neben der Nahrungsaufnahme auch benutzt werden, um Augen, Nasenlöcher oder den Rest des Körpers zu reinigen.
Das Verbreitungsgebiet des Okapis ist auf den Regenwald im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo beschränkt. Das Vorkommen der Okapis beschränkt sich auf äquatoriale Regenwälder im Norden, Zentrum und Osten der Demokratischen Republik Kongo. Hauptsächliches Verbreitungsgebiet ist der Ituri-Wald mit dem in ihm gelegenem Wildtierreservat Okapi. Im Virunga-Nationalpark wurden 2006 erstmals seit 1959 wieder Okapi-Spuren gesehen, 2008 gelangen erste Kamera-Aufnahmen von Okapis.
Okapis kommen generell nicht unter 500 m über NN vor, und fehlen somit in den Sumpfwäldern im Westen des Landes. Im Osten wird das Verbreitungsgebiet durch montanen Wald, im Norden durch Savanne und im Süden durch offene Wälder begrenzt. Okapis sind am häufigsten zwischen 500 und 1.000 m Höhe, kommen aber in Ausnahmefällen bis in 1.450 m Höhe vor. Okapis kommen in Dichten von 0,1-1,2 (Schnitt 0,45) Exemplaren pro km² vor.